-- Anzeige --

Nordirland-Protokoll: Brüssel und London nehmen Verhandlungen wieder auf

04.10.2022 09:31 Uhr | Lesezeit: 2 min
Nordirland-Protokoll: Brüssel und London nehmen Verhandlungen wieder auf
Wo soll es langgehen bei der Umsetzung der Brexit-Regeln für Nordirland? Dazu wollen die EU und Großbritannien jetzt neue Gespräche führen
© Foto: iStock

Der Streit zwischen der EU und Großbritannien über die Umsetzung der Brexit-Regeln für Nordirland dauert schon lange. Nun soll es endlich wieder zu konkreten Gesprächen kommen.

-- Anzeige --

Nach monatelanger Pause nehmen Brüssel und London wieder Verhandlungen über das sogenannte Nordirland-Protokoll auf. „Bereits in dieser Woche wird es Gespräche, Diskussionen und einen Austausch auf technischer Ebene geben“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag. Details würden noch ausgearbeitet. Nach Angaben der EU-Kommission wären es die ersten bedeutungsvollen Gespräche seit Februar.

Der Streit zwischen der EU und Großbritannien über die Umsetzung der Brexit-Regeln für Nordirland dauert schon lange. Das Nordirland-Protokoll sieht vor, dass die zum Vereinigten Königreich gehörende Provinz weiter den Regeln des EU-Binnenmarkts und der Europäischen Zollunion folgt. Damit sollen Warenkontrollen an der Grenze zum EU-Mitglied Irland und damit ein Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Befürwortern einer irischen Vereinigung und Anhängern der Union mit Großbritannien verhindert werden. London hatte immer wieder eine Neuverhandlung des Protokolls gefordert, was Brüssel ablehnt.

Entschuldigung aus London

Beobachter sehen jedoch auf beiden Seiten den Wunsch, sich anzunähern. Erst kürzlich überraschte der neue britische Nordirland-Staatssekretär und Brexit-Hardliner Steve Baker mit einer Entschuldigung an Dublin und Brüssel. Er und andere hätten nicht immer auf eine Art gehandelt, die Irland und der Europäischen Union Vertrauen einflößten, sagte Baker auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham und fügte hinzu: „Das tut mir leid, denn die Beziehungen mit Irland sind nicht, wo sie sein sollten. Und wir müssen alle extrem hart daran arbeiten, das zu verbessern (...).“

Berichten zufolge hatte US-Präsident Joe Biden zuvor bei einem Treffen mit der britischen Premierministerin Liz Truss am Rande der UN-Vollversammlung in New York deutlich auf eine Einigung mit der EU im Streit um das Nordirland-Protokoll gedrängt. (dpa/sn)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

STELLENANGEBOTE


-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.