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Verdi will für die rund 50.000 Beschäftigten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe Hessen bessere Bedingungen

©Ulrich Niehoff/picture-alliance

Verdi ruft Paketboten zu Warnstreiks im Weihnachtsgeschäft auf

Die Tarifverhandlungen für Paketboten und Spediteure in Hessen sind festgefahren. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ruft deshalb zum Streik auf – ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Frankfurt/Main. Mitten im Weihnachtsgeschäft wollen Paketboten und Spediteure in Hessen die Arbeit niederlegen. Angesichts festgefahrener Tarifverhandlungen in der Branche rief Verdi am Montag, 2. Dezember 2019, zu Warnstreiks im Gütertransport sowie bei Kurier-, Express- und Paketdiensten auf. Im Laufe der Woche könne es zu Verzögerungen kommen, erklärte die Gewerkschaft in Frankfurt. Wann genau die Warnstreiks in ausgewählten Betrieben beginnen sollen, wurde nicht bekannt.

Die Arbeitgeber hätten bei den Tarifgesprächen vergangene Woche die Forderung nach einer Zulage von 30 Euro im Monat nach vier Jahren Betriebszugehörigkeit und 60 Euro nach acht Jahren prinzipiell abgelehnt, kritisierte Verdi. Dabei seien diese Zulagen in anderen Bundesländern längst Standard, so Andreas Jung, Verdi-Fachbereichsleiter Speditionen, Logistik und Postdienste. Die Verhandlungen seien unterbrochen.

Verdi fordert neben der Betriebszulage für die rund 50.000 Beschäftigten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe Hessen eine Erhöhung des Grundentgeltes um 75 Euro sowie eine lineare Erhöhung von drei Prozent. Der Verkehrsverband VDV war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (dpa/ja)

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KEP – Kurier-, Express-, Paketdienste, Gewerkschaft – Verdi


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