Flutfolgen

Es geht voran: Die Straßen und Brücken im Flutgebiet werden saniert

©dpa

Unwetterkatastrophe: Wiederaufbau in Rekordzeit

Die erste neue Brücke steht 52 Tage nach der großen Flut.

Berlin. Nur 52 Tage nach der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli steht an der Stelle des eingestürzten Brückenbauwerks im Hagener Ortsteil Priorei die erste neue Brückenkonstruktion. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Armin Laschet machten sich am Sonntag (5. September 2021) ein Bild von der Brücke.

Der Epscheider Bach hatte sich in der Unwetter-Nacht in einen reißenden Strom verwandelt. Die alte Brücke, Baujahr 1890, konnte den Wassermassen nicht standhalten.

Bevor der Verkehr allerdings wieder über die Brücke fließen kann, stehen nun noch weitere Arbeiten an. Derzeit werden die Betonfertigteile verfüllt, das Bachbett wird oberhalb und unterhalb des Durchlasses „aufgeräumt“ und wieder gewässertypisch gestaltet.

Von zunächst 220 Straßensperrungen nach der Unwetterkatastrophe sind 85 Prozent wieder aufgehoben, die Straßen befinden sich im Bau oder die Schadensbeseitigungen wurden beauftragt. Bei den verbliebenen besonders komplizierten Fällen sind vor Baubeginn weitere Untersuchungen oder Planungen notwendig. Um schnell voranzukommen, hat das Land dafür gesorgt, dass Ersatzneubauten ohne weitere Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen gebaut werden können, selbst dann, wenn Anpassungen an aktuelle Standards erforderlich sind. Bis zu einem Volumen von 5,3 Millionen Euro können Aufträge freihändig vergeben werden. (ste)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special STAU, STREIK UND UNWETTER.

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Stau, Streik und Unwetter


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