Die Rollenden Landstraßen durch und ab Österreich erhalten im kommenden Herbst kräftigen Zuwachs. Das italienische Transportunternehmen Bertani will wöchentlich 24 Züge zwischen München und Bozen anbieten. Verstärkt wird dieser Dienst durch sechs Züge auf der Strecke Wörgl–Bozen. Derzeit betreibt Bertani bereits sechs RoLa-Züge zwischen Wörgl und Trento. Für sein neues Angebot will das italienische Unternehmen 200 eigene Niederflurwaggons kaufen. Derzeit werden die Wagen von der Italienischen Staatsbahn FS gemietet. Vom österreichischen Kombiterminal Wels führt demnächst eine Rollende Landstraße sechsmal pro Woche bis zum rumänischen Bahnhof Glogovat nahe der ungarischen Grenze. Die ÖBB und die rumänische Eisenbahn werden diese RoLa gemeinsam betreiben. In 17,5 Stunden soll die 732 Kilometer lange Strecke zurückgelegt werden. Als Zusatznutzen dieser Verbindung dürfte sich die Vermeidung der oft langen Wartezeiten an der rumänisch-ungarischen Straßengrenze erweisen. Außerdem will die rumänische Bahn besonders günstige Tarife verrechnen, weil ihrer Regierung eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene besonders am Herzen liegt. (vr/rv)
Zusätzliche RoLa-Verbindungen nach Süd- und Osteuropa
Bertani plant Anschaffung von 200 eigenen Niederflurwaggons