Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Dialog

25.05.2004 17:30 Uhr

2. Wissenschaftssysmposion Logistik der BVL mit über 250 Teilnehmern in Berlin eröffnet

Berlin. Der Wettbewerb nimmt durch die EU-Osterweiterung zwar zu, aber für die mittelständischen Logistikdiensteleister in Deutschland entsteht dadurch keine Notsituation. Darin waren sich die Logistikexperten einig beim 2. Wissenschaftssysmposion Logistik, das die Bundesvereinigung Logistik (BVL) in den Räumen der Berliner Industrie- und Handelskammer veranstaltete. “Starkes Wachstum im Güterverkehr und das Outsourcingpotenzial in Produktion und Dinestleistung machen die Logstik zum Wachstuksmarkt Nummer 1.”, sagte Prof. Helmut Baumgarten, Leiter des Wissenschaftssysmposions Logistik zur Eröffnung der zweitätigen Fachtagung am Dienstag. Ander als die osteuropäischen Anbieter könnten die deutschen Unternehmen Extradienstleistungen wie Qualitätssicherung anbieten. Ähnlich wie der neu gewählte Bundespräsident Horst Köhler, warb auch BVL-Chef Peer Witten in seiner Begrüßungsrede dafür, Deutschland wieder zum “Land der Ideen” zu machen. Dass es nicht an Ideen fehle, betonte Jürgen Gallmann, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Microsoft. Doch auch das Umfeld müsse stimmen. Er forderte eine „fehlertolerante Kultur“. Man müsse wegkommen von der Verurteilungskultur. Dies sei die Voraussetzung für Innovationen. Grünen-Politiker und Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Rezzo Schlauch, kritisierte den Bürokratiestau und den Vorschriftendschungel in Deutschland als innovationsfeindlich. Was die LKW-Maut angehe, so werden man sich in zwei Jahren nicht mehr an die Probleme erinner, gab Schlauch seiner Hoffnungs Ausdruck. Das Symposium findet im zweijährigen Rhythmus statt und soll sich, so Professor Helmut Baumgarten, wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung, als eine interdisziplinäre Plattform für den Gedanken- und Ideeenaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis etablieren, um die unterschiedlichen Schwerpunkte der Logistik zu einem ganzheitlichen Ansatz zu vereinen. Als Hauptaufgabenfelder der Forschung nannte er die Bewertung von Logistikleistungen in der Praxis, die Begleitung des Umbruchs durch die Globalisierung sowie die Beseitigung der Fehlentwicklungen in der Verkehrslogistik. (vr/wa)

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