Wo der neue Tiefwasserhafen für übergroße Containerschiffe gebaut werden soll, wird erst Ende Oktober entschieden. Das haben die Landesregierungen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg am Donnerstag klar gestellt. Bis dahin sollen zwei Gutachten zur Entwicklung des Containerverkehrs und zu den möglichen Standorten Wilhelmshaven und Cuxhaven vorliegen. Zuvor hatten Medienberichte für Aufregung gesorgt, wonach sich das Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger für den Standort Wilhelmshaven und gegen den Mitberwerber Cuxhaven ausgesprochen habe. Darin wurde zunächst eine Vorentscheidung gesehen, weil sich die Landesregierungen an die Vorgaben der Gutachten halten wollten. Die Unternehmensberatungsfirma dementierte diese Berichte jedoch. Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) sagte, die Standortentscheidung werde mit den Regierungen in Bremen und Hamburg abgestimmt. "Es gibt auch noch nicht einmal Präferenzen für einen Standort", sagte er in Hannover. Wilhelmshaven und Cuxhaven kämpfen seit langem um den Zuschlag für den Superhafen. Wilhelmshaven hat dabei die bremisch-hamburgische Eurogate-Gruppe im Rücken; Cuxhaven geht mit Unterstützung der Hamburger Lagerhausgesellschaft ins Rennen. Der neue Tiefwasserhafen soll gebaut werden, weil die Umschlagsmengen im Containerverkehr steigen und daher immer größere Schiffe mit heute zum Teil 14,50 Meter Tiefgang eingesetzt werden. (dpa)
Wirbel um Superhafen an der Nordseeküste: Entscheidung Ende Oktober
Unternehmensberater Roland Berger dementiert Gerüchte über Vorentscheidung zugunsten des Standorts Wilhelmshaven