Wien. Im Wiener Donauhafen Freudenau schreitet der Bau eines modernen Hochwasserschutzes zügig voran. Mitte Dezember 2009 wurde das Herzstück der neuen Anlage, ein 26,5 Meter langes, 13,5 Meter hohes und 200 Tonnen schweres Hafentor in vier Teilstücken angeliefert. Der Einbau des Tores und alle begleitenden Baumaßnahmen sollen bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach soll das Tor eine Fläche von drei Millionen Quadratmetern selbst vor so genanntem Jahrhundert-Hochwasser schützen. Ohne Schutzmaßnahmen würde das Logistikzentrum des Wiener Hafens in solchen Fällen bis zu drei Meter unter Wasser stehen, was Schäden bis zu 240 Millionen Euro verursachen könnte, stellt Hafendirektor Friedrich Pacejka fest. Im August 2002 hatte ein Hochwasser den Hafen Freudenau eineinhalb Meter unter Wasser gesetzt, was zu einem Schaden von drei Millionen Euro führte. Nach Fertigstellung des Hochwasserschutzes für den Hafen Freudenau, der Umschlaganlagen für Schüttgüter und Rohstoffe, den Containerterminal und den Autoterminal beherbergt, soll der Hochwasserschutz für den wenige Kilometer entfernten Hafenteil Albern in Angriff genommen werden. (rv)
Wiener Hafen bald immun gegen Hochwasser
Bis Mitte 2010 soll das 26,5 Meter langes, 13,5 Meter hohes und 200 Tonnen schwere Hafentor eingebaut sein