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Widerstand gegen Amazon-Pläne in Dornbirn

Der Expansionsdrang von Amazon wird in Vorarlberg aktuell eingebremst
© Foto: Beata Zawrzel/NurPhoto/picture-alliance

Das Handels- und Logistikunternehmen will ein Verteilerzentrum errichten. Die Pläne stoßen auf wenig Begeisterung bei Stadt und Postgewerkschaft.


Datum:
15.06.2021
Autor:
Eva Hassa
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Dornbirn-Nord. Amazon will Verteilerzentrum in Dornbirn in Vorarlberg errichten. Eine Investorengruppe prüft dafür derzeit im Auftrag des Handels- und Logistikunternehmens ein Grundstück im Industriegebiet Dornbirn-Nord. Eine entsprechende Standortsuche bestätigte Markus Lutz, Geschäftsführer der Ulmer Holding, gegenüber dem ORF: „Auf dieser Basis prüfen wir jetzt auf der einen Seite, ob das in unsere Baurechtsphilosophie hineinpasst“ so Lutz, „und auf der anderen Seite prüft die Projektgesellschaft, ob das Grundstück tatsächlich so bebaubar ist, wie sie sich das vorstellt.“

Allerdings gebe es für das Grundstück sehr viele Anfragen, diese würden alle seriös geprüft. Es müsse vieles zusammenpassen, betonte Geschäftsführer Lutz. Auf dem 33.000 Quadratmeter großen Grund im Industriegebiet Nord nahe der Zufahrt zum Achraintunnel könnte ein sechsstöckiges Auslieferungslager für Amazon entstehen. Das Grundstück gehört der Gebrüder Ulmer Holding GmbH, mit der Amazon dazu bisher laut ORF einen eher losen Kontakt hat.

Stadt bevorzugt heimisches Unternehmen

Bei der Stadt Dornbirn stößt die Interessensbekundung von Amazon auf wenig Begeisterung. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (ÖVP) wäre es nach eigenen Worten lieber, wenn sich ein produzierendes Unternehmen aus der Region in diesem Industriegebiet ansiedeln möchte. Dafür sei es schließlich auch vorgesehen, sagte Kaufmann. Da Amazon aber an einem Privatgrundstück Interesse hat, könnte die Stadt – wenn es denn tatsächlich ernst werden sollte – nur beschränkt Einfluss nehmen.

Widerstand kündigte bereits Postgewerkschafter Franz Mähr an. In Wolfurt gebe es bereits ein großes Verteilerzentrum der Post. Für ein zweites Verteilerzentrum – nur ein paar Kilometer entfernt – wäre Vorarlberg eindeutig zu klein, so Mähr. Zudem sei Amazon für prekäre Arbeitsverhältnisse bekannt. (sm)

 

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