Die seit 1999 bestehende Internationale Arbeitsgruppe der Arbeitnehmervertreter bei DaimlerChrysler hat auf ihrer Sitzung am Mittwoch eine Welt-Arbeitnehmervertretung, das "World Employee Committee" ins Leben gerufen. Damit sollen die weltweit 370.000 Beschäftigten von DaimlerChrysler künftig über eine offizielle gemeinsame Interessenvertretung verfügen. Auf der konstituierenden Sitzung wurde Erich Klemm, Konzernbetriebsratsvorsitzender von DaimlerChrysler, zu ihrem Vorsitzenden und Nate Gooden, Vice-President der US-amerikanischen Automobil-Arbeiter-Gewerkschaft UAW, zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Gründung der Welt-Arbeitnehmervertretung basiert auf einer Vereinbarung von Unternehmensleitung und internationalen Arbeitnehmervertretern. Darüber hinaus sollen im Rahmen einer gemeinsamen Initiative Grundsätze zur sozialen Verantwortung des Unternehmens vereinbart werden, die das Bekenntnis von DaimlerChrysler zum "Global Compact" der Vereinten Nationen nochmals unterstreichen. Die Welt-Arbeitnehmervertretung besteht aus 13 Mitgliedern, die die Belegschaften und Gewerkschaften in insgesamt 4 Erdteilen repräsentieren. Ziel der Welt-Arbeitnehmervertretung ist es, den Informations- und Meinungsaustausch der weltweiten Arbeitnehmervertretungen untereinander zu sichern und zu vertiefen. Gleichzeitig soll sie den Rahmen für einen intensiven Dialog zwischen Arbeitnehmervertretungen und Konzernleitung über wirtschaftliche und soziale Aspekte im globalen Unternehmen bieten. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis und die Bereitschaft zur Kooperation innerhalb des Konzerns fördern. (tw)
Weltweite Arbeitnehmervertretung bei DaimlerChrysler
Automobilkonzern strebt globale Standards im Arbeitnehmerrecht an