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Weltgrößtes LNG-Containerschiff geht in Betrieb

Klein ist sie definitiv nicht: Am heutigen Mittwoch beginnt die Jungfernfahrt der "Jacques Saade" 
© Foto: CMA CGM

Die "Jacques Saade" der Reederei CMA CGM ist das erste 23.000 TEU-Containerschiff der Welt, das mit Flüssig-Erdgas betrieben wird. Ab Mittwoch ist sie zwischen Europa und Asien unterwegs.


Datum:
23.09.2020
Autor:
Stephanie Noll
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Marseille. Das größte mit LNG angetriebene Containerschiff der Welt wurde am Mittwoch offiziell in Betrieb genommen. Die „Jacques Saade“ gehört zur französischen Reederei CMA CGM und ist das erste 23.000 TEU-Containerschiff der Welt, das mit Flüssig-Erdgas betrieben wird.

Dem neuen Flaggschiff der CMA CGM-Gruppe sollen neun weitere 23.000-TEU-Containerschiffen folgen, die mit LNG angetrieben unter französischer Flagge fahren.

Neben der LNG-Motorisierung bieten die Schiffe laut Unternehmen weitere fortschrittliche Technologien: So verfügt das Cockpit etwa über die neuesten eingebetteten digitalen Technologien zur Unterstützung des Kommandanten und der Besatzung, insbesondere für Hafenmanöver. Außerdem haben die Containerschiffe einen neu gestalteten geraden Bug mit einer integrierten Glühbirne, ein neu gestaltetes Ruder und sowie einen ebenfalls neu gestalteten Propeller. Alle Neuerungen sollen die Hydrodynamik der Schiffe erheblich verbessern und dadurch den Energieverbrauch senken. Darüber hinaus sollen alle neun Schiffe ein spezielles "LNG Powered"-Label haben, das auf allen Meeren der Welt erkennbar sein wird.

Die „Jacques Saade“ soll für CMA CMG Waren zwischen Europa und Asien transportieren. Ihre Jungfernfahrt beginnt am 23. September 2020.

Hintergrund: Sieben Jahre Forschung und Entwicklung

Im November 2017 beschloss Rodolphe Saadé, Vorsitzender und Chief Executive Officer der CMA CGM-Gruppe, nach Unternehmensangaben diese Serie von Containerschiffen mit LNG-getriebenen Motoren - eine Premiere in der Geschichte der Schifffahrt für ultragroße Containerschiffe.

Das mit flüssigem Erdgas betriebene Containerschiff hat nach Angaben der Reederei um 20 Prozent geringere CO2-Emissionen, um 99 Prozent niedrigere Sox-Emissionen (Schwefeldioxid) sowie um 85 Prozent geringere NOx-Emissionen (Stickstoffdioxid) gegenüber der regulären Brennstoff-Motorisierung. Es ist laut CMA CGM ein erster Schritt, um das Unternehmens-Ziel zu erreichen, bis 2050 klimaneutral zu sein.

„Dieses Schiff wurde mit den neuesten Technologien verbessert und ist das Ergebnis von sieben Jahren Forschung und Entwicklung. Es verbessert den ökologischen Fußabdruck der beförderten Güter erheblich“, sagte Unternehmens-Chef Saadé anlässlich des Amtsantritts der „Jacques Saade“. (sn)

 

 

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