Wasserstoffstapler für den Hamburger Hafen

15.09.2008 17:10 Uhr
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Gabelstapler mit Brennstoffzellenantrieb (Foto: Still)
© Foto: Still

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat einen Test von mit Wasserstoff angetriebenen Gabelstaplern gestartet

Hamburg. Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat einen Test von mit Wasserstoff angetriebenen Gabelstaplern gestartet. Der Staatsrat der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Christian Maaß weiht heute einen Brennstoffzellen-Stapler vom Typ „R 60-25 Fuel Cell“ des Herstellers Still sowie eine neue Wasserstoff-Tankstelle von Linde Gas Geplant ist der Praxistest für zwei Jahre. Der Brennstoffzellenstapler soll im täglichen Lagerbetrieb eingesetzt werden. In der Testphase soll ermittelt werden, welche Vorzüge die alternative Antriebstechnik im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz, Handhabung und Wartung bieten kann. Fallen die Beurteilungen positiv aus, könnte die Staplerflotte mit rund 100, überwiegend elektrisch betriebenen Fahrzeugen künftig mit Brennstoffzellenstaplern ergänzt werden, so die HHLA in einer Pressemitteilung. Am Airport Hamburg fahren schon seit 2006 Brennstoffzellen-Elektroschlepper von Still für den Gepäckumschlag. Langfristig will der Airport den Fuhrpark mit emissionsarmen Fahrzeugen ausbauen und so die abgasbedingten Gesamt-Emissionen verringern. Bundesweit laufen weitere Projekte. Bei der BASF Coatings, einem der weltweit führenden Unternehmen der Lackindustrie, werden zwei unterschiedliche Fahrzeuge mit dem neuen Antrieb in den industriellen Einsatz gehen: ein Schubmaststapler FM-X 20 und ein Elektrostapler R 60. Für Vorführzwecke stehen ein Stapler RX 60-45 Fuel cell sowie ein Vertikalkommissionierer EK 12 zur Verfügung. Prinzipiell sind die von STILL eingesetzten Systeme alle gleich aufgebaut. Sie sind Hybridsysteme und bestehen im Einzelnen aus dem eigentlichen Brennstoffzellen-Stapel (Leistung zum Beispiel drei mal sechs Kilowatt), einem elektrischen Zwischenspeicher, der beim Bremsen Energie speichert und sie beim Beschleunigen wieder abgibt, den Gastanks für Wasserstoff (geladen mit 350 bar Druck und mit einem Inhalt von 2,5 Kilogramm Wasserstoff), einem Kühler und einem Kompressor sowie einem Zusatzgewicht, das den Unterschied zur schwereren Batterie ausgleicht. Zwischenspeicher sind je nach Einsatzbedingungen Hochleistungskondensatoren oder schnell ladbare bzw. entladbare Batteriesysteme (derzeitiger Partner Hoppecke). Je nach Leistungsbereich werden BZ-Systeme im Bereich zwischen 5 und 10 KW verwendet. Die Brennstoffzellen werden von Hydrogenics und Nuvera geliefert. Der Betrieb eines Staplers mit Wasserstoff hat laut Still keinerlei Schadstoffausstoß zur Folge. Es treten weder Rußpartikel, Stickoxide oder Kohlendioxid aus. Als "Abgas" der Reaktion von Wasserstoff mit dem Sauerstoff aus der Luft tritt nur reines Wasser in Form von Wasserdampf aus. Eine Betankung mit Wasserstoff im Stapler dauert nur 5-10 Minuten. Die Tankzeit richtet sich nach dem Aufbau der Tankstelle. Damit ist die Brennstoffzelle dem stundenlangen Laden konventioneller Batterien laut Still weit überlegen. Ein weiterer Vorteil: Das Brennstoffzellen-PowerPack liefert volle Nennspannung bis zum völligen Verbrauch des Wasserstoffvorrates. Die Nennspannung einer Batterie nimmt hingegen bei der Benutzung kontinuierlich ab, so Still. Ak

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