Wartezeiten an den Grenzen wegen Schutzmaßnahmen gegen MKS

18.03.2001 17:51 Uhr

Lange Staus vor allem am Grenzübergang Pomellen nach Polen

Alle EU-Staaten haben die Maßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) vor allem an den Grenzübergängen verschärft. So erteilt Baden-Württemberg seit vergangener Woche keine Ausnahmegenehmigungen mehr für Tiertransporte nach Frankreich. Der Tiertransport von und nach Frankreich ist damit vollständig untersagt. Alle Fahrzeuge werden an den Grenzübergängen mit Frankreich vollständig desinfiziert. Dagegen wurde das Einfuhrverbot von Fleisch aus Frankreich in Baden-Württemberg inzwischen gelockert. Nach Angaben des Stuttgarter Landwirtschaftsministeriums gilt es nur noch für Erzeugnisse aus den Seuchendepartements Mayene und Orne. An den Grenzen zu Tschechien und Polen hat die Seuchenvorsorge zu Verzögerungen geführt. In Bayern und Sachsen wurden von einigen Grenzübergängen nach Tschechien Wartezeiten bis zu vier Stunden gemeldet. Am Grenzübergang Pomellen nach Polen mussten Lkw-Fahrer nach Angaben des Zolls am Samstag bis zu 50 Stunden warten. Grund dafür waren neben den Maßnahmen gegen MKS die große Zahl von Transporten mit Unfallfahrzeugen. Ab 21. März gelten erschwerte Einfuhrbedingungen von Unfallfahrzeugen nach Polen. Deshalb wollten viele Händler vorher noch möglichst viele in der EU gekaufte Fahrzeuge nach Polen bringen, hieß es. (vr/dpa)

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