Nicht kommentieren will man bei MAN Nutzfahrzeuge AG das Gerücht, wonach die MAN AG, München, "voraussichtlich im kommenden Jahr aufgespalten und in Einzelteilen veräußert" werde. Als Käufer für die größte Sparte des Konglomerats, den Nutzfahrzeugbereich, stehe die Volkswagen AG bereit. Das berichtet das "Manager Magazin" in seiner neuesten Ausgabe. Nach Angaben der Wirtschaftszeitschrift will Großaktionär Allianz, der über eine Zwischenholding 36 Prozent der MAN-Anteile kontrolliere, seine Beteiligung abgeben. Der Wolfsburger Autokonzern habe signalisiert, nicht am gesamten Industriekonzern, aber am Nutzfahrzeugbereich interessiert zu sein. Bereits vor Jahren hat der VW-Vorstandsvorsitzende, Ferdinand Piech, sein Interesse am Zukauf von Nutzfahrzeugherstellern öffentlich bekundet. Derzeit baut VW vorwiegend kleine und mittlere Fahrzeuge, während MAN Spezialist für schwere Nutzfahrzeuge ist. Der vor einem Jahr vorgestellte TG-A, die neue schwere Baureihe der Münchner, ist der "Truck OF The Year 2001". Nach einer Erklärung der MAN-Nutzfahrzeuge-Pressestelle sei die Steuerreform Auslöser für das vom Manager Magazin verbreitete Gerücht. Danach müssten Konzerne, die Beteiligungen verkaufen, für dabei anfallende Gewinne ab 2001 weniger Steuern und ab 2002 gar keine mehr bezahlen. (vr/hsch)
VW soll MAN Nutzfahrzeuge übernehmen
Großaktionär Allianz will sein Anteilspaket von 36 Prozent abgeben