Vorbereitungen auf die Brenner-Blockade

27.05.2026 13:00 Uhr | Lesezeit: 3 min
Die Mautstation Affi in Italien passieren Fahrzeuge auf dem Weg Richtung Brenner. Schranken, Ticketautomaten und Fahrspuren zeigen den Verkehrsfluss auf der italienischen Autobahn. Auf dem Bild nähert sich ein weißer Lkw der Mautstation auf der äußeren Fa
Am Samstag ist am Brenner für Lkw ab 7 Uhr kein Durchkommen auf der Fahrt von Italien nach Österreich
© Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Der Brenner ist am 30. Mai für den Transitverkehr blockiert. Vorbereitungen auf die Blockade der wichtigen Transitroute laufen beiderseits des Alpenpasses auf Hochtouren.

Kurz vor der geplanten Brenner-Blockade bereitet der Betreiber der Brennerautobahn A22 in Italien auf die erwarteten Verkehrsbehinderungen vor. Fahrten auf dem Abschnitt von Trient in Richtung Norden nach Österreich sollten auf das „unbedingt notwendige Minimum“ beschränkt werden, empfiehlt der Autobahnbetreiber auf seiner Webseite. Am Samstag ist für Pkw ab 10.30 Uhr kein Durchkommen auf der Fahrt von Italien nach Österreich, für Lkw gilt die Sperre bereits ab 7 Uhr. Von Österreich in Richtung Süden nach Italien gilt die Sperre wiederum von 11 Uhr bis 19 Uhr, für Lkw bereits ab 9 Uhr. Auf italienischer Seite ist der Abschnitt zwischen Brennerautobahn-Mautstelle bis zur Staatsgrenze betroffen. Als Ausweichstrecke wird vom italienischen Betreiber die Route über den Grenzübergang Tarvis empfohlen.

Organisatoren rechnen mit starkem Zuspruch

Die Organisatoren der Brenner-Demonstration am 30. Mai rechnen inzwischen mit erheblichem Zulauf. Er wolle sich nicht auf eine Zahl festlegen, aber die 700 fast ausschließlich positiven Mails, die er aus Österreich, Italien und Deutschland bekommen habe, seien ein ermutigendes Zeichen, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, der „Deutschen Presse-Agentur“. Auch der Tiroler Ministerpräsident Anton Mattle (ÖVP) habe seine Teilnahme als Privatperson zugesagt, berichtete die Nachrichtenagentur „APA“.

Forderung nach höheren Transitgebühren für Lkw

Im Kampf gegen die Belastungen des Transitverkehrs auf dem wichtigen Nord-Süd-Alpenpass übergaben Mühlsteiger und seine Amtskollegen aus dem Wipptal der Tiroler Landespolitik ihren Forderungskatalog. Darin verlangen sie unter anderem höhere Transitgebühren für Lkw, damit die Nutzung des Brenners für den Warentransport künftig weniger attraktiv werde. Aus Sicht der internationalen Alpenschutzkommission CIPRA ist die Demonstration ein deutliches Signal für die wachsende Betroffenheit der Bevölkerung entlang der Transitrouten. „Die Belastungsgrenze ist erreicht, auch auf der italienischen Seite des Brenners“, sagte Elisabeth Ladinser, Präsidentin von CIPRA Südtirol. Neben der allgemeinen Verkehrsreduktion forderte sie eine bessere Abstimmung und faire Verteilung zwischen den Alpenstaaten.


Mit dem VerkehrsRundschau-Newsletter immer auf dem neuesten Stand

Von Montag bis Freitag bekommen Sie unser Mittags-Update mit aktuellen Nachrichten aus der Transport- und Logistikbranche kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach. Zusätzlich bekommen Sie immer samstags digitale VR-Post mit den Wochen-Highlights. Den VR-Newsletter können Sie hier gratis abonnieren.

Sie haben ein Sie haben Fragen, Anregungen oder ein konkretes Anliegen? Dann schreiben Sie uns gerne an das VerkehrsRundschau-Postfach unter verkehrsrundschau@tecvia.com


HASHTAG


#Brennertransit

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.