Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat dementiert, dass das Transportgewerbe die alleinige Last aus der Lkw-Maut zu tragen habe. In einer Mitteilung wiederholt der Verband die Äußerung seines Präsidenten Bernd Gottschalk: "Die Last wird letztlich der Endverbraucher tragen müssen, da wegen des Kostendrucks sowohl im Transportgewerbe als auch in der Verladerschaft bei Industrie und Handel mit einem Überwälzen zu rechnen sein wird." Zuvor hatte der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) auf eine vermeintliche Äußerung von Gottschalk mit einem "Investitionsstreik" gedroht. Auslöser dafür war ein Bericht im "DVZ-Brief". "Allenfalls ‘Teile der Lkw-Maut’ wollen die Verlader für qualitativ hochwertige Logistikleistungen übernehmen", soll Gottschalk gesagt haben. Gegenüber der VR wies VDA-Sprecher Eckehart Rotter darauf hin, dass Gottschalk falsch zitiert worden sei. Die Aussage des VDA-Chefs, dass für einfache Transportleistungen der Spielraum für Kostenerstattungen gering sei, wurde jedoch nicht widerrufen. In Zusammenhang mit den Gottschalk zugeschriebenen Äußerungen hatte der BGL seinen Betrieben empfohlen, Fahrzeuginvestitionsentscheidungen unbedingt zurückzustellen, bis Klarheit über das Ausmaß der Belastung durch die Maut und die Haltung der Auftraggeber zur Kostenübernahme besteht. Rotter sagte der VR: "Wenn die Maut nicht belastungsneutral wird, ist es eine Frage der Marktmacht, wer diese Kosten zu tragen hat." (cd)
Verwirrung um Gottschalk – BGL droht mit Investitionsstreik
Der VDA-Präsident wird falsch zitiert und gerät daraufhin unter harsche Kritik