DÜSSELDORF. Zeitungsverlage wollen laut einem Bericht im Handelsblatt ihre Vertriebsnetze künftig auch für Briefdienste nutzen. So wollten die Westdeutsche Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung regional in den nächsten Monaten neben Zeitungen auch Briefe verteilen. Kleinere Blätter wie Darmstädter Echo, Sächsische Zeitung und Mainpost seien in dem Geschäft bereits aktiv. Wegen des Postmonopols benötigten die Verleger für die Verteilung von Standardbriefen eine D-Lizenz. Diese vergebe die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation jeweils für ein begrenztes Gebiet. Durch Kooperationen zwischen den Verlagen gebe es bereits größere Netzwerke, heißt es in dem Bericht. So wolle die Arriva GmbH Briefe und Service, Freiburg, ein Zusammenschluss von Südkurier, Konstanz, und Badische Zeitung, Freiburg, in den nächsten zwei Jahren ganz Baden-Württemberg erschließen. Die Branche denke bereits über die Schaffung eines bundesweiten Netzes von Logistikdienstleistern nach, das mit der Gelben Post ernsthaft in Wettbewerb treten könnte. Das sei derzeit jedoch Zukunftsmusik. Die Deutsche Post gebe sich gelassen, heißt es im Handelsblatt, sie nehme die Konkurrenz aber ernst. (vr/jk)
Verlage entdecken den Briefmarkt
Der Aufbau eines bundesweiten Netzes von Logistikdienstleistern ist nicht ausgeschlossen.