Frankfurt/Main. Der frühere Prokurist (51) eines Spezialunternehmens für Chemikalienhandel steht seit Donnerstag wegen Bestechlichkeit vor dem Landgericht Frankfurt. Der Kaufmann soll zwischen 2001 und 2004 regelmäßig von Spediteuren und anderen Geschäftspartnern Zuwendungen von insgesamt rund 102.000 Euro kassiert haben. Im Gegenzug bedachte er die Geldgeber bei der Vergabe von Speditionsaufträgen. Über Scheinrechnungen und überhöhte Rechnungen holten sich die Geschäftsleute das Schmiergeld wieder zurück. Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte, gegen den 2005 Strafanzeige erstattet wurde, lediglich zu seinen persönlichen Verhältnissen. Die Wirtschaftsstrafkammer hat zunächst zwei Fortsetzungstermine anberaumt. (dpa/pi)
Vergabe von Speditionsaufträgen: Ex-Prokurist von Chemiehandelsfirma muss sich wegen Bestechlichkeit verantworten
Der Kaufmann soll von Spediteuren und anderen Geschäftspartner Schmiergeld kassiert haben