VDA betont Notwendigkeit von Reformen bei Automobilherstellern

08.07.2026 09:33 Uhr
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Die Automobilindustrie stehe vor der Aufgabe, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihr Geschäftsmodell neu zu gestalten
© Foto: BLG Logistics

Die deutschen Automobilhersteller stehen massiv unter Druck, der VDA betont, man werde die Werke bei Herstellern und Zulieferern so nicht halten können.

Inmitten der Debatte über Sparpläne in der Autoindustrie sieht der Verband der Automobilindustrie (VDA) weiteren Reformbedarf – auch bei Kosten und Personal. „Die Unternehmen der Automobilindustrie werden mit Blick auf die andauernden und akuten Standortprobleme weitere Reformen und Anpassungen vornehmen müssen“, teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit. „Sie stehen vor der Aufgabe, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihr Geschäftsmodell konsequent zu sichern und neu zu gestalten. Dazu gehören Kostendisziplin, leider auch notwendige Personalanpassungen und tiefgreifende Reformen der Geschäftsmodelle.“

Standorte auch für ausländische Hersteller öffnen

Die Entscheidungen seien schwierig und müssten im Dialog mit allen Beteiligten ausgestaltet werden, erklärte die VDA-Präsidentin. „Diesen Handlungsbedarf ganz oder in Teilen zu leugnen und die eindeutige Faktengrundlage nicht anzuerkennen, ist keine Option. Es ist kurzsichtig und wegen seiner Konsequenzen unsozial.“ Mit Blick auf Jobs in der Branche sagte Müller, die Realität habe die politischen Ziele und Ansätze überholt und gefährde zunehmend auch Arbeitsplätze. „Die Werke bei Herstellern und Zulieferern werden wir so nicht halten können“, kündigte Müller an. „Wir müssen die Standorte hier auch für ausländische Hersteller öffnen. Mit jedem Werk, das wir hier halten können, halten wir Arbeitsplätze.“

Proteste der Gewerkschaft

Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme wirken sich in der Automobilbranche auf die Beschäftigten aus. Bei Volkswagen beispielsweise hat die IG Metall für Donnerstag zum bundesweiten Aktionstag an allen Konzernstandorten aufgerufen. Am selben Tag findet die VW-Aufsichtsratssitzung statt, auf der über mögliche Einschnitte beraten wird. Laut „Manager Magazin“ will VW seinen Sparkurs deutlich verschärfen, bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Am vergangenen Freitag hatten bereits Zehntausende Beschäftigte von Mercedes-Benz gegen eine geplante Verschärfung des Sparkurses des Unternehmens protestiert.


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