Deutsche Industrie sieht Verlust der Wettbewerbsfähigkeit

20.05.2026 10:42 Uhr | Lesezeit: 3 min
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In der Automobilindustrie berichten rund 38 Prozent der Unternehmen von einer nachlassenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit
© Foto: BLG Logistics

Ein großer Teil der deutschen Industrieunternehmen sieht sich auf internationalen Märkten immer weniger wettbewerbsfähig, besonders schwierig schätzt die Automobilindustrie ihre Lage ein.

Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts sieht jedes vierte Industrieunternehmen in Deutschland einen Verlust an eigener Wettbewerbsfähigkeit. Demnach gaben im April 25,2 Prozent der deutschen Industrieunternehmen an, auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Innerhalb Europas liegt der Anteil bei 15,5 Prozent. „Die deutschen Unternehmen stehen auf den Weltmärkten zunehmend unter Druck“, kommentierte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, die Zahlen. Von einer Trendwende sei „bislang nichts zu erkennen“, so Wohlrabe.

Lage der Automobilindustrie bleibt schwierig

Über nahezu alle Branchen hinweg hat sich laut den Zahlen des Ifo-Instituts die Bewertung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert. Besonders schwierig bleibt die Lage in der Automobilindustrie. Dort berichten rund 38 Prozent der Unternehmen von einer nachlassenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Auch im Maschinenbau (31,8 Prozent), in der Metallerzeugung und -bearbeitung (38,3 Prozent) sowie bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (34,5 Prozent) sehen viele Unternehmen Wettbewerbsnachteile.

Deutschland fällt im internationalen Wettbewerb zurück

Ein Lichtblick ist die Chemische Industrie: Dort konnte sich die Einschätzung der eigenen Wettbewerbsposition zumindest innerhalb Europas leicht verbessern. Außerhalb Europas hat sie sich jedoch ebenfalls weiter verschlechtert. „Deutschland droht im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen“, warnte Wohlrabe, der betonte: „Um gegenzusteuern, sind Reformen unabdingbar.“



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