Mit einem weiteren Investitionsprogramm festigt das amerikanische Expressfracht-Unternehmen United Parcel Services (UPS) den Standort Deutschland. Seine Präsenz auf dem Flughafen Köln/Bonn wird ausgebaut. Nachdem der Flughafen-Aufsichtsrat den Plänen zugestimmt hat, startet UPS jetzt mit der Planung und dem Bau einer 30.000 Quadratmeter großen Paket-Umschlaghalle mit einer Computer-gesteuerten Paket-Sortier-Anlage. Nach ersten Planungen, so UPS-Vize und Europachef Michael Mensing, sollen mindestens 100 Millionen US-Dollar in das neue Frachtzentrum investiert werden. Die neue Anlage ist auf das Sortieren von 135.000 Paketen pro Stunde ausgelegt. Sie verdoppelt die Kapazität, die im vergangenen Jahr nach Investitionen in Höhe von 65 Millionen Mark auf 60.000 Pakete pro Stunde aufgerüstet worden war. Vor 15 Jahren hatte UPS am Flughafen Köln/Bonn mit 40 Mitarbeitern und einer Kapazität von monatlich 20.000 Paketen begonnen. Heute beschäftigt das Unternehmen 1600 Mitarbeiter, die im Rahmen des Ausbaus um weitere 700 verstärkt werden sollen. Am Flughafen selbst und in der gesamten Region sollen durch UPS hunderte neuer Arbeitsplätze entstehen. Köln/Bonn soll als das Hauptstandbein dienen, um die Präsenz in Europa weiter auszubauen. Es füge sich gut in das weltweite Logistiknetz aus Louisville, Kentucky und Taipei (Taiwan) ein, heißt es. Trotz Ausweitung der Kapazität am Boden werde die Zahl der Flugbewegungen durch den Einsatz neuer Großraumflugzeuge vorerst reduziert. Erst 2006 erwarte man, die heutige Zahl der Flüge wieder zu erreichen. Im Februar hatte UPS bei Airbus 60 neue Maschinen des Typs A 300-600 bestellt. (vr/pbl)
UPS baut Köln/Bonn zum Hauptstandbein in Europa aus
Durch UPS sollen hunderte neuer Arbeitsplätze am Flughafen Köln/Bonn und der gesamten Region entstehen.