Umweltzonen im Ruhrgebiet, Hessen und Bayern treten in Kraft

30.09.2008 14:18 Uhr
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München und Ruhrpott-Städte richten Umweltzonen ein
© Foto: ddp/Treblin

Von diesem Mittwoch (1. Oktober) an werden weite Teile des Ruhrgebiets zur Umweltzone ebenso die Städte München und Frankfurt

Essen/Düsseldorf/München/Frankfurt. Von diesem Mittwoch (1. Oktober) an werden weite Teile des Ruhrgebiets zur Umweltzone ebenso die Städte München und Frankfurt. Ältere Autos ohne Katalysator oder mit besonders hohem Schadstoffausstoß, die keine grüne, gelbe oder rote Umweltplakette bekommen haben, dürfen dann in Teilen von Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Recklinghausen und Dortmund nicht mehr fahren. Schilder weisen auf die Umweltzonen hin. Damit sich die Autofahrer daran gewöhnen können, gilt für sechs Wochen eine Gnadenfrist, in der nur ermahnt wird. Danach müssen die Autofahrer mit 40 Euro Bußgeld rechnen, wie die zuständigen Bezirksregierungen am Dienstag mitteilten. In München dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner, gelber oder roter Feinstaubplakette innerhalb des Mittleren Rings fahren. Für Autos ohne den entsprechenden Aufkleber an der Windschutzscheibe endet die Fahrt vor der Innenstadt. Über die Jahre sollen dann schrittweise auch Wagen verbannt werden, die zunächst mit Plakette noch fahren dürfen. Zur Reduzierung des Feinstaubs dürfen bereits seit 1. Februar 2008 Lastwagen ohne Ziel in München nicht mehr durch die Stadt fahren. LKW ab 3,5 Tonnen müssen auf den Autobahnring A 99 ausweichen. Hunderte Schilder mit Hinweisen wie „Lieferverkehr frei“ oder „Umfahrung München“ weisen auf das LKW-Transitverbot hin und leiten den Verkehr um. Vom Mittwoch (1. Oktober) an ist der größte Teil des Frankfurter Stadtgebiets Umweltzone. Innerhalb des Autobahnrings – der A 5 im Westen, der A 3 im Süden und der A 661 im Osten und Norden – dürfen Autos nur noch mit Plakette oder Ausnahmegenehmigung unterwegs sein. Benziner ohne Katalysator und ungefilterte Dieselfahrzeuge bekommen keine der roten, gelben oder grünen Plaketten und müssen draußenbleiben. Wer ohne Plakette erwischt wird, muss mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünder-Kartei rechnen. Nordrhein Westfalens Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) rechnet durch den Anfang August in Kraft getretenen Luftreinhalteplan mit einer deutlich besseren Luft bis zum Jahr 2010. Das Paket beinhaltet zahlreiche weitere Maßnahmen wie Auflagen für Gewerbebetriebe, Radwegeplanungen oder günstigere Routenvorschläge für Lastwagen. Zum 1. April kommenden Jahres will Düsseldorf trotz inhaltlicher Bedenken mitziehen und auch eine Umweltzone einführen, wie die Stadt am Montag mitgeteilt hatte. 2010 plant die Landesregierung eine Auswertung. Wenn die Luftbelastung bis dahin deutlich zurückgegangen ist, könnten die Umweltzonen ganz oder teilweise entfallen. Wenn sie weiter steigt, ist aber auch eine räumliche Ausdehnung möglich. In Frankfurt tritt in zwei Jahren die nächste Stufe des Luftreinhalteplans in Kraft, dann haben nur noch Fahrzeuge mit gelber oder grüner Plakette freie Fahrt, ab 2012 nur noch Autos mit grüner Plakette. In 13 deutschen Städten gibt es bereits Umweltzonen, ab Mittwoch kommen 13 hinzu. Neben Frankfurt sind das München, Augsburg, Oberhausen, Duisburg, Herne, Gelsenkirchen, Essen, Bottrop, Bochum, Mülheim/Ruhr, Recklinghausen und Wuppertal. (dpa/sv)

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