Umweltsenatorin: Hamburger Freihafen vor dem Aus

04.07.2008 17:01 Uhr
Anja Hajduk
Die Hamburger Stadtentwicklungs- und Umweltsenatorin Anja Hajduk (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Trassenentscheidung über Hafenquerspange soll bis Ende des Jahres fallen / Umweltzone kommt vorerst noch nicht

Hamburg. Der Fortbestand des Freihafenstatus in Hamburg ist nur noch eine Frage von Zeit. Das stellte Anja Hajduk, die grüne Stadtentwicklungs- und Umweltsenatorin im neuen CDU-GAL-geführten Hamburger Senat, vor rund 80 Vertretern des Hamburger Transportgewerbes auf der Mitliederversammlung des Verband Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg (VSH) fest. Für Hajduk war es zugleich die erste Begegnung mit Unternehmervertretern aus dem Verkehrs- und Logistikgewerbe der Hansestadt seit ihrem Amtsantritt. Wörtlich sagte die Senatorin: „Wir haben jetzt im Senat eine Mehrheit für die Abschaffung der Freizone beziehungsweise deren deutlicher Verkleinerung.“ Auch bei dem für die Hafen- und Logistikwirtschaft wichtigen Thema „Bau der Hafenquerspange“ wolle der Senat vorankommen, betonte Hajduk. „Ich will das Projekt mit Hochdruck vorantreiben“, sagte die Grünen-Politikerin, die sich im Anschluss an ihren Fachvortrag geduldig den Fragen und der Kritik seitens der Gewerbevertreter stellte. Bei der Hafenquerspange geht es für sie nicht „um das Ob“, sondern „um das Wie“. Bis Ende dieses Jahres soll ein Trassenentwurf vorliegen. Kein Thema sei für sei allerdings das Modell einer „aufgeständerten“ Trasse über den Hafenteil „Spreehafen“. Zur neuen Grünen-beeinflussten Verkehrs- und Umweltpolitik gehört für Hajduk auch, dass der Stadtstaat Hamburg seinen jährlichen Flächenverbrauch verringert. Die Politikerin sprach in diesem Zusammenhang von einer „Trendwende“. Ausdrücklich bezog die sie hier auch die Logistik- und Transportbranche mit ein. So solle in Zukunft zum Beispiel dem Flächenrecycling der Vorzug vor der Neuausweisung von Flächen erteilt werden. (eha)

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