Umsturz im TUI-Aufsichtsrat misslingt

04.04.2008 16:42 Uhr
TUI
Im Vorfeld der TUI-Hauptversammlung versucht Großaktionär John Fredriksen hinter den Kulissen die Strippen zu ziehen (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Reeder John Fredriksen scheitert mit Abwahlantrag: Kontrollgremium lehnt Abberufung seines Vorsitzenden ab

Hannover. Der TUI-Aufsichtsrat hat einen Antrag des Reeders John Fredriksen einstimmig abgelehnt, zwei Mitglieder des Gremiums abzuwählen. Der Norweger wollte Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow und das Aufsichtsratsmitglied Franz Vranitzky abwählen lassen. Die beiden im Mai 2006 von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder hätten „als Vertreter aller Aktionäre stets im Interesse des Unternehmens gehandelt“, heißt es in der Einladung zur Hauptversammlung am 7. Mai. Sie genössen das volle Vertrauen des Aufsichtsrats. Fredriksen, der sich mit mindestens fünf Prozent der Anteile bei TUI eingekauft hatte, hatte eine Abberufung von Krumney und des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Vranitzki beantragt. Dem Vernehmen nach will der streitbare Norweger, der mit seiner anhaltenden Kritik zu dem Beschluss der TUI-Spitze zur Trennung von der Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd entscheidend beigetragen hatte, selbst in das Kontrollgremium einziehen. Zuletzt hieß es, er strebe sogar zwei Sitze in dem 20 Mitglieder zählenden Gremium an. Laut Medienberichten will er aber nicht an die Spitze des Aufsichtsrates. (dpa)

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