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Umfrage zu Rahmede-Desaster: Betriebe fürchten neue Brückensperrungen

12.04.2024 14:17 Uhr | Lesezeit: 2 min
Rahmede Talbrücke eingestürtzt
© Foto: picture alliance/dpa | Markus Klümper

Nach dem Rahmede-Talbrückendesaster sind vor allem kleine und mittlere Betriebe aus der Region Südwestfalen besorgt, dass weitere Brücken-Sprengungen folgen können.

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Viele Unternehmen in der Region Südwestfalen sehen sich durch das Rahmede-Talbrückendesaster an der A45 bei Lüdenscheid seit Ende 2021 einer Umfrage zufolge finanziell getroffen. Gut 90 Prozent der 192 vor allem kleinen und mittleren Betriebe, deren Antworten in die "nicht repräsentative, aber relevante" Befragung einflossen, beunruhigt demnach "die Perspektive, dass weitere Brücken gesperrt werden könnten". Der Verkehrsverband Westfalen hatte Betriebe der wirtschaftsstarken Region Südwestfalen vom Herbst 2023 befragt, wie Verbandsgeschäftsführer Stefan Peltzer bei Vorstellung der Ergebnisse am Freitag, 12. April, mitteilte.

Zahlreiche sanierungsbedürftige Brücken

Die einsturzgefährdete Brücke war Ende 2021 gesperrt und im Mai 2023 gesprengt worden, eine wichtige Verkehrsader ist seitdem unterbrochen. Die Sorge unter den befragten Betrieben sei groß, dass in puncto Brücken eine "Never-Ending-Story" bevorstehe, betonte Peltzer. An der A45 gelten zahlreiche Brücken als sanierungsbedürftig. Eine weitere Brücke unweit von Lüdenscheid – die Hochbrücke Altenhagen in Hagen – sei so marode, dass sie für den Lkw-Verkehr ab 3,5 Tonnen gesperrt werden müsse, hatte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gordan Dudas, erst am Donnerstag, 11. April, geschildert. Damit falle kurzfristig eine weitere Verkehrsader aus, die Region sei erneut getroffen. 

Hohe Kosten und Einschränkungen

Laut Umfrage beklagen viele Betriebe Umsatzeinbußen, gestiegene Betriebskosten und Einschränkungen des Warenverkehrs. Etwa drei Viertel setzten temporär auf alternative Transportwege wie Ausweichrouten über andere Autobahnen. Es sei auch deutlich geworden, dass sich die Unternehmen für eine bessere Planbarkeit mehr Klarheit und Transparenz beim laufenden Talbrücken-Neubau wünschten, schilderte Peltzer. 

Christoph Brünger von der Südwestfalen IHK mahnte: "Es ist fünf nach zwölf." Angesichts von Verkehrschaos, Erreichbarkeitsproblemen und Fachkräftemangel infolge des Talbrückendesasters brauche die Region mehr Aufmerksamkeit, mehr finanzielle Mittel sowie eine bessere Koordination unter allen zuständigen Baulastträgern, forderte Brünger. Das erste Teilbauwerk der neuen Brücke in Richtung Frankfurt soll der Autobahn GmbH zufolge Mitte 2026 fertig werden, der Verkehr dann auf verengten Spuren in beide Richtungen wieder rollen können. Ende 2027 soll die Talbrücke komplett fertig sein. 

Erst in dieser Woche wurde der Aktenstreit im Untersuchungsausschuss zur Talbrücke Rahmede beigelegt.

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