Deutschlands größter Logistikverband, die Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Bremen, hat eine umfangreiche Studie zum Thema "Supply Chain Collaboration" bei der Düsseldorfer KPMG GmbH in Auftrag gegeben. Ziel der Studie ist es, so die BVL in einer Presseerklärung, "den Unternehmen eine praktische Orientierungshilfe zu geben". Neben konkreten Handlungsempfehlungen sollen Entscheider auch eine Antwort auf die Frage erhalten, wann und ob der Managementansatz der Collaboration sinnvoll einsetzbar ist. Die Unternehmensberater von KPMG sollen hierzu herausfinden, wie weit sich solche Partnerschaften in Industrie und Handel tatsächlich schon etabliert haben, welches die führenden Branchen sind und welche Softwaresysteme zum Einsatz kommen. Außerdem will die BVL klären lassen, "welche erfolgskritischen Informationen den jeweiligen Partnern zur Verfügung gestellt werden müssen." Denn für 70 Prozent der europäischen Unternehmen scheitere eine collaborative Steuerung ihrer Supply Chain derzeit sowohl an der Komplexität der Lieferbeziehungen als auch an der vorherrschenden Psychologie, die die benötigte Transparenz verhindere, so die BVL. Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich im März 2003 im Rahmen eines BVL-Forums veröffentlicht.
Umfassende Studie zum Thema Supply Chain Collaboration geplant
Die Bundesvereinigung Logistik will mittels einer umfangreichen Studie klären, wie "Supply Chain Collaboration" sich in der Praxis tatsächlich umsetzen lässt.