Die Deutsche Post will nun auch die restlichen 75,2 Prozent des Paketdienstes Trans-o-flex (Tof) Schnell-Lieferdienst in Weinheim übernehmen. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundeskartellamts, der Verkehrs-Rundschau auf Anfrage. Damit erhält das Ringen um die deutsche Trans-o-flex eine neue Dimension. Noch bis vor wenigen Tagen war gemunkelt worden, dass sich die Deutsche Post wahrscheinlich von ihrer 24,8-prozentigen Beteiligung an Tof trennen müsste. Die endgültige Entscheidung darüber wollte die Beschlussbehörde des Bundeskartellamts in Bonn allerdings erst Ende dieser Woche bekannt geben. Durch die Anmeldung der Deutschen Post, auch die übrigen 75,2 Prozent des Schnell-Lieferdienstes übernehmen zu wollen, verschiebt sich die Entscheidungsfrist jedoch auf Jahresende 2001, wie der Kartellamtssprecher sagte. Ursprünglich wollte das Bundeskartellamt den Fall bereits im vergangenen Januar klären. Hintergrund: Noch liegen die restlichen 75,2 Prozent von Tof (2800 Mitarbeiter, 736 Millionen Mark Jahresumsatz) bei der Bayernfinanz, einer Tochter der Bayerischen Landesbank. (vr/eh)
Übernimmt die Deutsche Post die Trans-o-flex nun komplett?
75,2 Prozent des Paketdienstes stehen zur Diskussion