Prag. Der staatliche tschechische Bahnkonzern Tschechische Eisenbahnen (CD) hat im vergangenen Jahr seinen Verlust auf 1,95 Milliarden Kronen (71 Millionen Euro) erhöht. Noch im Jahr zuvor lag er bei 1,6 Milliarden Kronen. Die Gründe für den höheren Verlust seien Währungskurs-Verluste und Einkäufe von neuen rollendem Material, verlautet aus der Prager Bahnzentrale als Kommentar zum vorgelegten Jahresbericht.
Der überwiegende Teil des Verlustes geht auf das Konto des Personenverkehrs, der massiv in die roten Zahlen gefahren ist und sein Minus von 517 Millionen in 2012 auf 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr erhöhte. Besser sieht die tschechische Bahnwelt beim Güterverkehr aus. Hier hat Tschechiens Bahn mit ihrer Cargo-Tochter CD Cargo eigenen Angaben zufolge im Jahr 2013 einen Gewinn von 522 Millionen Kronen (19 Millionen Euro) erwirtschaftet. Im Jahr zuvor wies der Güterverkehr in der Konzern-Bilanz noch einen Verlust von zwei Milliarden Kronen aus. Auf der Lohnliste von CD stehen derzeit insgesamt 25.000 Mitarbeiter. Um die Bonität des Unternehmens ist es nicht zum Besten bestellt: Die US-Ratingagentur Moody‘s schätzt die Kredit-Verlässlichkeit von CD derzeit mit der Bonitätsnote Baa2 ein, kürzlich teilte sie aber mit, dass sie eine Herabsetzung der Note erwäge. (mf)