Frankfurt/Main. In Frankfurt, der Stadt mit der einzigen Umweltzone in Hessen, ist die Feinstaubbelastung am höchsten. An der Messstation Friedberger Landstraße wurde seit Jahresbeginn der Feinstaub-Grenzwert an 13 Tagen überschritten, erlaubt sind im ganzen Jahr 35 Tage. Wie aus der Internet-Liste des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (HLUG) hervorgeht, verzeichnet Darmstadt bisher zehn Überschreitungstage, auf Platz drei liegt Heppenheim mit neun Tagen. Frankfurt hatte Ende 2008 fast das gesamte Stadtgebiet zur Umweltzone erklärt, um die Feinstaubbelastung zu senken. Seitdem brauchen alle Fahrzeuge Feinstaubplaketten, besonders umweltschädliche Autos wurden sofort aus der Stadt verbannt. Zu Beginn dieses Jahres trat die zweite Stufe in Kraft, nur noch Autos mit gelber und grüner Plakette sind seitdem erlaubt. Das Umweltbundesamt (UBA) machte am Mittwoch den harten Winter für hohe Feinstaubkonzentrationen verantwortlich. Es werde mehr geheizt und mehr Strom verbraucht als in anderen Wintern. Besonders hoch sei die Belastung in Berlin. Dort sei bereits an 23 Tagen der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten worden. (dpa)
Trotz Umweltzone: In Frankfurt höchste Feinstaub-Belastung
Feinstaub-Grenzwert dieses Jahr bereits 13 Mal überschritten / Umweltbundesamt macht den harten Winter dafür verantwortlich