Die laufenden Tarifverhandlungen mit der US-Transportarbeitergewerkschaft haben beim weltgrößten Paketzusteller United Parcel Service (UPS) das US-Geschäft beeinträchtigt und den Gewinn im zweiten Quartal 2002 auf 611 Millionen Dollar (617 Millionen Euro) gedrückt. UPS hatte in der Vorjahresvergleichszeit 630 Millionen Dollar verdient. Der Gewinn pro Aktie fiel auf 54 (Vorjahr: 55) Cents. Der Quartalsumsatz stieg weltweit um 2,5 Prozent auf 7,68 Milliarden Dollar, gab die Gesellschaft am Freitag bekannt. UPS verliere gegenwärtig wegen der Tarifgespräche US-Inlandskunden an die Konkurrenz. Dagegen habe sich das Auslandsgeschäft ausgezeichnet entwickelt. Die Tarifgespräche sollen über das Wochenende fortgesetzt werden. Betroffen sind rund 230.000 US-Arbeiter. Der jetzige Tarifvertrag läuft Ende Juli aus. Ein zweiwöchiger Streik hatte UPS 1997 rund 750 Millionen Dollar gekostet. UPS möchte offensichtlich einen neuen Ausstand vermeiden. (vr/dpa)
Tarifverhandlungen drücken UPS-Gewinn
US-Inlandskunden wandern ab, aber gute Auslandsgeschäfte