-- Anzeige --

Tarifkonflikt: Verdi verlangt verbessertes Angebot für Hafenarbeiter

Verdi fordert von den Arbeitgebern ein verbessertes Angebot für die Hafenarbeiter
© Foto: Christian Charisius/dpa/picture alliance

Am Montag steht eine weitere Verhandlungsrunde für die Hafenarbeiter zwischen Verdi und den Arbeitgebern an, es ist bereits das zehnte Treffen.


Datum:
19.08.2022
Autor:
Thomas Burgert/dpa
Lesezeit: 
3 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Im Tarifkonflikt um die Löhne der Hafenarbeiter an den Nordseehäfen hat die Gewerkschaft Verdi die Arbeitgeber zu einem abermals verbesserten Angebot aufgefordert. Es liege nun an den Arbeitgebern, ob es zu einem Verhandlungsergebnis komme, sagte Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth am Freitag, 19. August, laut einer Verdi-Mitteilung.

Die von einer Serie von Warnstreiks begleiteten Verhandlungen sollen am Montag in Bremen mit einer zehnten Runde fortgesetzt werden. Es ist der letzte von drei Terminen, die die Tarifparteien nach einem gerichtlichen Vergleich vereinbaren mussten. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass weitere Warnstreiks zunächst ausgeschlossen sind.

„Wir erwarten nach wie vor, dass die Arbeitgeberseite die gerichtlich verordneten drei Verhandlungstermine nutzt, um einen Tarifabschluss voranzubringen und entsprechende Angebote zu unterbreiten“, sagte Schwiegershausen-Güth.

Inflationsausgleich und Laufzeit

Im Kern geht es in dem Konflikt darum, die Verdi-Forderung nach einem Ausgleich der Inflation mit dem Wunsch der Arbeitgeber nach einer 24-monatigen Laufzeit zusammenzubringen. Im Gespräch waren zuletzt mögliche Mechanismen und Kriterien, die im Falle einer 2023 anhaltend hohen Teuerung eine Nachbesserung oder Nachverhandlung für das zweite Jahr der Laufzeit ermöglichen würden. Nach Verdi-Angaben haben die Arbeitgeber in der vorigen Verhandlungsrunde „ein Modell vorgelegt, das das Risiko für mögliche Preissteigerungen im zweiten Jahr zu 30 Prozent auf die Beschäftigten verlagert“.

Die Gewerkschaft war mit einem Forderungspaket in die Verhandlungen gegangen, das nach Verdi-Angaben in der Spitze Lohnerhöhungen von bis zu 14 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten bedeuten würde. Auf dem Tisch liegt seit Anfang Juli ein als „final“ bezeichnetes Angebot der Arbeitgeber – bei allerdings 24 Monaten Laufzeit – mit 12,5 Prozent für die Beschäftigten in Containerbetrieben und 9,6 Prozent für Mitarbeiter in konventionellen Betrieben. Für „Beschäftigungssicherungsbetriebe“» mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem Sanierungstarifvertrag taxiert der ZDS das Angebot auf 5,5 Prozent. (tb/dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.