Zahlreiche Fälle von Leistungsmissbrauch haben Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Arbeitsämter bei Speditionen und Umzugsunternehmen aufgedeckt, berichtet die Frankfurter Rundschau. Bei Razzien in 1900 Firmen mit insgesamt 5000 Beschäftigten kamen die Fahnder 550 Arbeitnehmern auf die Spur, die neben ihrem Lohn Unterstützung des Arbeitsamtes beziehen. "Die in Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern entwickelten raffinierten Verschleierungsmethoden konnten die Mitarbeiter der Arbeitsämter oft nur durch aufwändige Ermittlungen enttarnen", heißt es in dem Bericht. Ein Viertel der ausländischen Beschäftigten hatten außerdem keine gültige Arbeitserlaubnis. Ihre 65 Arbeitgeber müssen jeweils mit bis zu 250.000 Euro Strafe rechnen. (vr/jk)
Systematischer Sozialbetrug bei Speditions- und Umzugsfirmen
Firmen decken illegalen Bezug von Arbeitsamtsleistungen ihrer Mitarbeiter