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Symposium Saubere Logistik: Diesel raus, Strom rein

28.02.2023 14:55 Uhr | Lesezeit: 3 min
Kühlaufbau
Symbolbild: Während noch viel über die Praxistauglichkeit von E-Trucks diskutiert wird, lässt sich Diesel an anderer Stelle bereits ersetzen: beim Kälteaggregat des Kühlaufliegers
© Foto: Wüllhorst

In einem verkehrsträger-übergreifenden Symposium brachten die VerkehrsRundschau zusammen mit Schmitz Cargobull Protagonisten der Logistikbranche zusammen: Ziel war der Austausch von Praktikern, die bereits erfolgreich Wege der Dekarbonisierung darstellen, sowie von Experten, die anstehende Maßnahmen wie Euro 7 oder den praktischen Einsatz von E-Lkw, beurteilen. Drazan Malesevic, Geschäftsführer der STI Deutschland, einem Logistikspezialisten für temperaturgeführte Transporte, erklärt in seinem Vortrag wie die Technik des Trailer im Detail aussieht und warum es besser ist die Energie der Zugmaschine anzuzapfen.

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Der Kühlsattelauflieger bekommt eine E-Achse und die Sattelzugmaschine braucht mehr, um diesen zusätzlichen Generator im Trailer anzutreiben. Klingt komisch, "ist es aber in der Praxis nicht“, erläutert Drazan Malesevic, Geschäftsführer der STI Deutschland, einem Logistikspezialisten für temperaturgeführte Transporte. „Tatsächlich interessieren wir uns für die Möglichkeiten der Dekarbonisierung der Logistik schon recht lange“, erzählt Malesevic. Einer unserer großen Kunden, eine Fast-Food-Kette, hat hohe Ziele und verpflichtet natürlich auch uns, mitzuziehen. Wir haben uns deshalb 2018 den Prototypen eines Kühlsattels mit elektrischer Kühlmaschine von Schmitz Cargobull auf der IAA angesehen. Der bezog seine Energie aus einer 80 kWh-Batterie, war relativ schwer und die Laufzeit des Aggregats entsprach trotzdem nicht ganz unseren Erwartungen.“

Ergo ging man in die Diskussion, wie man einerseits die von STI geforderten 15 Stunden autarke Aggregate Laufzeit realisieren kann. Andererseits aber das sensible Leergewicht nach unten bekommt. „Wir kamen schnell zum Schluss, dass die Lösung eine kleinere, viel leichtere Batterie in Kombination mit einer E-Achse oder eben Generatorachse ist“, resümiert der STI-Chef. Idealerweise läuft die E-Achse nur bergab im Schubbetrieb oder beim Bremsen. „Falls das nicht möglich ist, verursacht ihr Einsatz einen Mehrverbrauch der Zugmaschine von 0,5 bis maximal einen Liter“, rechnet Malesevic vor. „Dem muss man entgegensetzen, dass wir beim Aggregat einen Verbrauch von 2,5 bis 3,5 Liter Diesel pro Stunde einsparen. Nach unseren Kalkulationen kommen wir am ende des Tages auf eine CO2-Reduktion von fünf bis sechs Prozent!“ Und der STI-Geschäftsführer betont, dass er keinerlei Abstriche machen muss. „Auch in dieser Konfiguration sind die für uns wichtigen Dinge wie Trennwand, Doppelstock oder Mehrtemperatur an Bord.“ 

Wann sich mit einem elektrisch betriebenen Kühlaggregat wirklich CO2 reduzieren lässt, warum eine E-Achse viel besser ist als eine große Batterie, wie die Technik des Trailer im Details aussieht und warum es besser ist die Energie der Zugmaschine anzuzapfen, erläutert Drazan Malesevic in seinem Vortrag anlässlich des Symposiums Saubere Logistik. 

Impulsvrotrag Drazan Malesevic, Geschäftsführer der STI Deutschland

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