London. Der globale Speditionsmarkt schrumpfte in 2013 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus einer Studie des britischen Marktforschungsinstituts Transport Intelligence (TI) hervor. Demnach liegen die Umsätze in diesem Bereich in 2013 immer noch hinter den Höhen in 2011. Die Betriebsgewinne sanken ebenso in diesem Zeitraum.
Der Ausblick bis 2017 sieht in der Studie aber deutlich besser aus. Die Agentur prognostiziert eine Erholung des Marktes, da der Überhang an Schiffen und Frachtern durch die höhere Nachfrage künftig reduziert wird. Daraus entstehen bessere Margen und stabilere Tarife. „Die Spediteure hatten einige harte Jahre zu bewältigen, doch künftig werden diejenigen, die dadurch ihre Geschäftsabläufe verbessern konnten, florieren“ sagte Cathy Roberson, Analyst bei TI und Hauptautor des Berichts. „Der Ausblick bis 2017 bleibt mit einer prognostizierten kumulierten jährlichen Wachstumsrate von 6,7 Prozent positiv – angeführt durch einen Zuwachs im Bereich Seefrachtspedition.“
Laut Roberson suchen die Spediteure zunehmend neue Wachstumsbereiche, um ihre Unternehmensergebnisse aufzubessern. Die Regionalisierung habe zu einer Verlagerung des Wachstums von den Ost-Westströmen zu komplexeren Handelsrouten in die aufstrebenden Wirtschaftsnationen geführt. Zudem seien die Unternehmen vielschichtiger geworden. Die Spediteure hätten Wachstumsbereiche zum Beispiel in aufstrebenden Ländern als auch in Sektoren wie „verderbliche Güter“ und Gesundheitswesen entdeckt, so Roberson. Zudem haben technologische Verbesserungen und eine modale Verlagerung des Transports das Geschäft verändert. (rup)