Neu-Ulm. Die Pläne der baden-württembergischen Stadt Ulm zur Einführung einer Umweltzone sind auf bayerischer Seite auf Kritik gestoßen. Die schwäbisch-bayerische Industrie- und Handelskammer (IHK) zeigte sich heute nach einer Mitteilung verwundert, dass es dazu bislang keine Abstimmung zwischen Ulm und der bayerischen Nachbarstadt Neu-Ulm gegeben habe. Betroffen ist die Bundesstraße B 10: Auf Ulmer Seite soll eine Beschränkung eingeführt werden, auf Neu-Ulmer Gebiet ist sie nicht vorgesehen. Die IHK fordert, die aufwändige und kostspielige Einführung von Umweltzonen in der geplanten „unverhältnismäßigen Dimension“ in Ulm zu streichen. „Die IHK Schwaben unterstützt selbstverständlich wirkungsvolle und mit vertretbarem Aufwand umsetzbare Maßnahmen zur Reduzierung von Feinstaub und Schadstoffen in den Zentren“, betonte Oliver Stipar, designierter Leiter der IHK-Regionalgeschäftsstelle Neu-Ulm. „Ineffektive“ Maßnahmen wie Umweltzonen lehne die IHK aber ab. Nach einem Gutachten der Fraunhofer-Gesellschaft für den Standort Ulm seien vor allem meteorologische Einflüsse wie Sonnenstrahlung, Niederschlagsverteilung und Wind sowie bestimmte Wetterlagen bestimmend für die dortige Feinstaubkonzentration. Nach Einschätzung der IHK Schwaben könnte dagegen eine Umweltzone die Feinstaubbelastung nicht spürbar reduzieren. (dpa)
Streit um geplante Umweltzone in Ulm
Schwäbisch-bayerische Industrie- und Handelskammer reagiert verärgert über unabgesprochene Fahrverbote