Berlin. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht die letzte Entscheidung über einen Teilbörsengang der Deutschen Bahn noch nicht gefallen. „Man wird irgendwann überlegen müssen, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist", sagte er heute in Berlin mit Blick auf die aktuellen Börsenturbulenzen als Folge der Finanzmarktkrise. Er wolle das laufende Privatisierungsverfahren aber nicht beschädigen. Er fügte hinzu, es gebe interessierte strategische Investoren, die von der Finanzkrise nicht so stark betroffen seien. Es werde aber der Zeitpunkt kommen, an dem man abwägen müsse, ob der Börsengang nun komme „oder man einen Plan B zieht", sagte Steinbrück. Die Deutsche Bahn bereitet ihren Börsengang nach eigenen Angaben weiter vor. „Aus dem Markt gibt es bisher keine negativen Zeichen“, sagte ein Konzernsprecher der „Deutschen Presse-Agentur“ heute in Berlin. Weltweit suchten Investoren derzeit sichere Werte. Am Ende entscheide aber natürlich der Markt. Bisher will die Bahn ihre Logistik- und Transporttöchter am 27. Oktober zu 24,9 Prozent an die Börse bringen. (dpa/sb)
Steinbrück stellt Bahnbörsengang in Frage
Bedenken wegen Finanzmarktkrise: Bundesfinanzminister hält Entscheidung zur Teilprivatisierung des Staatskonzerns Ende Oktober offen