Wiesbaden. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche hat in Deutschland im Jahr 2001 insgesamt um 428 km2 oder 117 ha/Tag zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hat sich die tägliche Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche damit gegenüber dem Zeitraum 1997 bis 2000, in dem der Zuwachs 129 ha/Tag betragen hatte, abgeschwächt. Zielsetzung der im Jahr 2002 von der Bundesregierung verabschiedeten Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist eine Reduktion des täglichen Zuwachses der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 30 ha/Tag im Jahr 2020. Die gegenwärtige Struktur der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke zeigt folgendes Bild: 44.367 Quadratkilometer oder 12,4% der Bodenfläche Deutschlands (357.033 Quadratkilometer) werden für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Davon entfallen 27.168 Quadratkilometer oder 7,6% auf die Siedlungsfläche, 17 199 Quadratkilometer oder 4,8% auf die Verkehrsfläche. Dem Interessenverbund Allianz pro Schiene gaben die jüngsten Zahlen über den Flächenverbrauch Anlass zu Kritik. Der Flächenverbrauch in Deutschland sei "besorgniserregend hoch" glaubt das Schienenbündnis. Allianz-pro-Schiene- Geschhäftsführer Dirk Flege forderte die Bundesregierung auf, "den Schienenverkehr stärker als bislang zu fördern." Nach Berechnungen der Allianz wird für einen Kilometer Autobahn viermal mehr Boden versiegelt als für einen Kilometer Schnellbahntrasse. (vr/diwi)
Statistisches Bundesamt: Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche hat sich verlangsamt
Fast fünf Prozent Deutschlands sind Verkehrsfläche