Die Beteiligung der europäischen Privatwirtschaft am Entstehen des EU-eigenen Satellitennavigationsprojekts "Galileo" soll jetzt konkret werden. Dazu will die EU-Kommission eine Ausschreibung starten. Sie soll klare Kriterien enthalten, über die sich die EU-Verkehrsminister am 28. Juni in Luxemburg verständigten. In ihren "Schlussfolgerungen" wird festgestellt, dass die Ausschreibung "Aufschluss geben soll über Kosten, Durchführbarkeit und in erschöpfender Weise über die Aspekte der Nachfrage des Marktes für alle Dienstleistungen". Besonderer Wert wird dem Zustandekommen öffentlich-privater Partnerschaften beigemessen. Auf ihrem Dezember-Rat wollen die Minister die Angebote bilanzieren und erste Entscheidungen treffen. Die Grundlage dafür hatten sie am 5. April gelegt, als sie für die zweite Projektetappe der ingenieurtechnischen Arbeiten grünes Licht gaben. Parallel zur Ausschreibung müssen die künftigen "Galileo"-Dienstleistungen aufgeschlüsselt werden. Ihre endgültige Auswahl will der EU-Ministerrat bis Ende 2003 vornehmen. Die Inbetriebnahme des kosmischen Systems soll 2008 erfolgen. Die Ministerrunde ist sich einig, dass "Galileo" ein "ziviles Programm unter ziviler Kontrolle" wird. Die dritte Etappe der Systeminstallation soll 2006 und 2007 erfolgen. Die Gesamtkosten des Hochtechnolgieprojektes werden auf sieben Milliarden Mark geschätzt. (vr/dw)
Startschuss für "Galileo"-Ausschreibung
Sieben Milliarden Mark wird das Hochtechnologieprojekt "Galileo" kosten