Spritpreise: Klingbeil will sich an Luxemburg orientieren

24.03.2026 09:25 Uhr | Lesezeit: 3 min
Person nimmt Zapfhahn aus der Tanksäule
Klingbeil fordert Preisdeckel für Sprit nach Luxemburg (Symbolbild)
© Foto: mikemobil2014-stock.adobe.com

SPD-Chef Lars Klingbeil fordert wegen hoher Spritpreise staatliche Preisobergrenzen nach Luxemburger Vorbild und eine Übergewinnsteuer.

Angesichts deutlich gestiegener Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs bringt SPD‑Chef Lars Klingbeil staatliche Eingriffe ins Gespräch. Deutschland solle sich dabei an den Regelungen in Luxemburg orientieren. Dort lege das Wirtschaftsministerium verbindliche Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl fest, erklärte Klingbeil in der ntv‑Sendung „Pinar Atalay“.

In dem Nachbarland würden die Preise in der Regel etwa zweimal im Monat angepasst. Bei außergewöhnlichen Marktentwicklungen seien jedoch auch kurzfristigere Neufestsetzungen möglich. Ein solches Vorgehen könne aus Klingbeils Sicht ein Modell für den deutschen Markt sein.

Die jüngsten Preissprünge an deutschen Tankstellen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bezeichnete der SPD‑Vorsitzende als „wahnsinnige Abzocke“. Immer deutlicher werde, dass Mineralölkonzerne versuchten, aus der aktuellen Kriegslage wirtschaftlichen Profit zu schlagen. Daraus ergebe sich aus seiner Sicht ein politischer Handlungsauftrag.

Zwar seien beim Kartellrecht bereits Schritte eingeleitet worden, zugleich bekräftigte Klingbeil jedoch seine Forderung nach einer Übergewinnsteuer. Von der Europäischen Kommission erwarte er, dass dieses Instrument erneut aktiviert werde. Über entsprechende Maßnahmen solle auch am Freitag im Kreis der europäischen Finanzminister beraten werden.

Die Einnahmen aus einer solchen Steuer müssten an die Bevölkerung zurückfließen, betonte Klingbeil. Als mögliche Entlastungsinstrumente nannte er unter anderem Anpassungen bei der Pendlerpauschale oder bei Energiesteuern.


Kennen Sie schon unseren VR-Rechtsblog?

In unserem VR-Rechtsblog klärt Logistikrechts-Experte und Rechtsanwalt Prof. Axel Salzmann über Vertragsangelegenheiten, Urteile, Versicherungen und vieles mehr rund um Unternehmungsführung und Speditionsalltag auf. Der Zugang zu unseren Blogs ist für Abonnenten kostenfrei. Ein unverbindliches, zwei-monatiges Kennlern-Abo können Sie gerne hier abschließen. 

Sie haben Fragen oder Themen für einen Rechtsblog, die sich unser Expertenteam genauer ansehen soll? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an verkehrsrundschau@tecvia.com oder wenden Sie sich direkt an unsere Rechtsredakteurin Marie Christin Wiens.


HASHTAG


#Kraftstoffpreise

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.