Paris. Angesichts einer "Rezessionsphase, wie wir sie seit 10 Jahren nicht erlebt haben", müsse man im neuen Jahr mit rückläufigen Transportvolumen und Logistikaktivitäten rechnen. Das erklärte der zweite Vorsitzende des führenden französischen Spediteurs- und Logistikverbandes TLF, Alain Bréau, beim traditionellen Pariser Neujahrsempfang für die Presse. Außerdem sei mit höheren Betriebskosten zu rechnen. Die weitere Rückvergütung eines Teils der Mineralölsteuer sei noch nicht abgesegnet und die kürzlich ausgehandelten neuen Löhne stellten eine weitere Belastung dar. Vor diesem Hintergrund will der Verband "mehr denn je die Interessen des Gewerbes verteidigen". Für Anfang Februar kündigte Bréaud eine gemeinsame EU-Verbandsinitiative in Brüssel an. Zu Hause werde man die Regierung zu größerem Realismus bei bestimmten Mammutprojekten drängen. Nicht finanzierbare und nicht gerechtfertigte "pharaonische Vorhaben" wie die neue Bahnlinie zwischen Lyon und Turin müssten aufgegeben werden, zumal das Frachtaufkommen zwischen Frankreich und Italien seit 1994 stagniere. Dagegen sollten dringend und mit EU-Mitteln die Transitwege für den Güterverkehr über die Pyrenäen ausgebaut werden. (vr/jb)
Spediteursverband TLF sieht düstere Perspektive für 2003
Rückläufige Transportmengen und höhere Betriebskosten erwartet