Neubrandenburg. Die hohen Preise für Diesel bringen Spediteure in Mecklenburg-Vorpommern in Existenznot. "Wenn das mit den Dieselpreisen so weiter geht, gehen 10 bis 15 Prozent der Firmen pleite", sagte Jürgen Hamke, Präsident des Landesverbandes des Verkehrsgewerbes M-V, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Und wenn dann noch die Maut hinzu kommt, gehen noch mehr Unternehmen flöten." In Mecklenburg-Vorpommern kostet Diesel derzeit fast einen Euro. "Ein Drittel des Umsatzes entfällt auf den Diesel", so Hamke. Ein LKW verbrauche auf 100 Kilometern 30 bis 35 Liter Diesel. "Da ist es schon ein Unterschied, ob der Kraftstoff einen Euro kostet oder 78 Cent." Der Präsident forderte deshalb die Reduzierung der Ökosteuer: "Lassen Sie die Ölscheichs sein wie Sie wollen." Der Staat verdiene viel am Sprit und setze sich nicht für das Speditionsgewerbe ein, klagte er weiter. In Mecklenburg-Vorpommern zählt das Verkehrsgewerbe 2.500 Betriebe mit rund 15.000 Beschäftigten. Um Geld zu sparen, würden einige LKW-Fahrer ihre Zugmaschinen am Wochenende im Westen Deutschlands stehen lassen und mit ihren Privat-Pkw nach Hause fahren. (dpa)
Spediteure warnen vor Pleitewelle wegen hoher Dieselpreise
Mecklenburger Verbandspräsident Hamke: "Ein Drittel des Umsatzes geht für Diesel weg"