Spediteure warnen vor Pleitewelle wegen hoher Dieselpreise

07.06.2004 17:00 Uhr

Mecklenburger Verbandspräsident Hamke: "Ein Drittel des Umsatzes geht für Diesel weg"

Neubrandenburg. Die hohen Preise für Diesel bringen Spediteure in Mecklenburg-Vorpommern in Existenznot. "Wenn das mit den Dieselpreisen so weiter geht, gehen 10 bis 15 Prozent der Firmen pleite", sagte Jürgen Hamke, Präsident des Landesverbandes des Verkehrsgewerbes M-V, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Und wenn dann noch die Maut hinzu kommt, gehen noch mehr Unternehmen flöten." In Mecklenburg-Vorpommern kostet Diesel derzeit fast einen Euro. "Ein Drittel des Umsatzes entfällt auf den Diesel", so Hamke. Ein LKW verbrauche auf 100 Kilometern 30 bis 35 Liter Diesel. "Da ist es schon ein Unterschied, ob der Kraftstoff einen Euro kostet oder 78 Cent." Der Präsident forderte deshalb die Reduzierung der Ökosteuer: "Lassen Sie die Ölscheichs sein wie Sie wollen." Der Staat verdiene viel am Sprit und setze sich nicht für das Speditionsgewerbe ein, klagte er weiter. In Mecklenburg-Vorpommern zählt das Verkehrsgewerbe 2.500 Betriebe mit rund 15.000 Beschäftigten. Um Geld zu sparen, würden einige LKW-Fahrer ihre Zugmaschinen am Wochenende im Westen Deutschlands stehen lassen und mit ihren Privat-Pkw nach Hause fahren. (dpa)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.