Paris. Wie ihr deutscher Konkurrent Deutsche Bahn blickt auch die französische Staatsbahn SNCF auf ein erstes Halbjahr mit zweistelligem Umsatzzuwachs zurück. Der Gruppenumsatz erhöhte sich um 25,1 Prozent auf 14,945 Milliarden Euro. Die Frachtsparte SNCF Geodis unter Leitung von Pierre Blayau lag mit ihrem Anstieg um 25,4 Prozent auf 4,307 Milliarden Euro noch knapp darüber.
Bei unveränderten Parametern hätte der Zuwachs 7,6 Prozent betragen. Den starken Zugewinn beim Frachtumsatz verdankt die Bahn insbesondere den jüngsten Neuerwerbungen wie der von Giraud, des Kombispezialisten Novatrans und anderer Firmen. Sie schlugen sich beim Umsatz mit einem Plus von 559 Millionen Euro nieder. Auch das Logistikgeschäft trug das Seine dazu bei.
Besonders hebt das Unternehmen jedoch die positive Entwicklung beim Freight Forwarding zwischen Asien und Europa hervor. Einziger Negativpunkt war einmal mehr der Schienentransport. Hier ging der Umsatz um 1,8 Prozent respektive 15 Millionen Euro zurück, was die Bahnleitung mit den Streiks im April erklärt. Im September, nach den kollektiven Sommerferien in Frankreich, dürften die Protestaktionen der Bahngewerkschaften gegen das von Blayau aufgelegte Reformprogramm 2010/2015 erneut aufflammen, sehen Beobachter voraus. (jb)