Chicago/Erlangen. Siemens hat ein nach eigenen Angaben „in dieser Art vollkommen neues“ Fördersystem auf den Markt gebracht. Der neue „Visicon Singulator“ sei in der Lage, bis zu 9000 Einheiten pro Stunde kontinuierlich ohne Rückführung und somit auf kleinstem Raum zu vereinzeln, heißt es in einer Pressemeldung der Siemens-Division „Mobility“, Erlangen. Das neue Fördersystem „Visicon Singulator“ arbeitet mit Bildverarbeitung und einer Matrix von mehreren Bandförderern, um Güter mit entsprechendem Abstand zu vereinzeln und zur weiteren Sortierung auszurichten. Visicon benötigt laut Siemens nur einen Bruchteil des Platzbedarfes herkömmlicher rein mechanischer Singulatoren. Die wesentlichen Komponenten dabei sind ein Kamerasystem und eine matrixförmige Anordnung von schmalen, separat ansteuerbaren Bändern. Die Ist-Lage der Pakete wird ständig durch das Kamerasystem erfasst. Über mathematische Berechnungen werden die notwendigen Bänder mit der zugehörigen Geschwindigkeit und Zeitdauer ermittelt, die das jeweilige Paket in die vereinzelte Soll-Lage bringen, um es dann auf den für ihn bestimmten Weg weiter zu führen. Mit der softwarebasierten Steuerung ist es möglich, wichtige Vereinzelungsparameter wie Abstand, Orientierung und Ausgaberichtung (rechts oder links) flexibel festzulegen. Pakete können längs oder quer ausgerichtet werden. Der Visicon Singulator überwacht und steuert Fördergeschwindigkeit sowie Ausrichtung jedes einzelnen Stückguts und könne, wie Siemens verspricht, individuell an unterschiedliche Systeme und Anwendungen angepasst werden. Besonders hebt Siemens die „absolut schonende Paketbehandlung“ durch das System hervor. Siemens Mobility präsentierte den Visicon Singulator vor kurzem auf der Messe Promat in Chicago erstmals. (pi)
Siemens: Neues Fördersystem vereinzelt bis zu 9000 Pakete pro Stunde
Siemens stellt "Visicon Singulator" vor / "In dieser Art vollkommen neu auf dem Markt"