Zu den an den Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) abgegebenen Bereichen zählen zum einen Einheiten der früheren Atecs Mannesmann, wie die Demag Cranes & Components, die Mannesmann Plastics Machinery, der Gasfedernhersteller Stabilus, sowie die Hafenkransparte Gottwald. Darüber hinaus veräußert Siemens seine Geschäftseinheit Metering im Bereich Power Transmission and Distribution, das Geschäftsgebiet Ceramics (Power Generation) sowie das ICN-Regionalgeschäft Network Systems. Die Vereinbarung mit KKR sieht vor, die betreffenden Geschäftsaktivitäten unter das Dach einer neu gegründeten Holding-Gesellschaft, Demag Holding mit Sitz in Luxemburg, zu bringen. An dieser Gesellschaft wird KKR 81 Prozent der Anteile halten, Siemens 19 Prozent. Der Gesamtkaufpreis liegt bei 1,7 Milliarden Euro. KKR übernimmt mehrheitlich ein Geschäftspaket mit einem Umsatzvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro und rund 22.800 Mitarbeitern.
Siemens hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, sein Portfolio innerhalb der Bereiche weiter zu optimieren. Dabei geht es zum einen um Geschäfte, die der Konzern im Rahmen der Atecs-Mannesmann-Akquisition mit übernommen hatte, jedoch nicht auf Dauer im Portfolio halten wollte. Das zweite Feld betrifft Geschäfte, die Siemens aus Gründen der Fokussierung aus seiner unternehmerischen Verantwortung geben will.
Demag Cranes & Components löst Materialfluss-, Logistik- und Antriebsaufgaben. Mit einem Geschäftsvolumen von rund 750 Millionen Euro in 2001 ist Demag Cranes & Components Weltmarktführer bei Kranen und Hebezeugen. In sechs deutschen Werken sowie in 20 Auslandsgesellschaften sind rund 6600 Mitarbeiter beschäftigt.
Gottwald ist ein Anbieter von mobilen Hafenkränen und automatisierten Terminallösungen mit einem Umsatzvolumen von rund 160 Millionen Euro im Jahr 2001. Die Gesellschaft beschäftigt rund 530 Mitarbeiter an ihrem Standort in Düsseldorf.