Die Schweiz will bis auf weiteres am Lkw-Dosierungssystem am Gotthard-Straßentunnel festhalten. Das ist das Ergebnis eines Runden Tisches, zu dem der Schweizer Verkehrminister Moritz Leuenberger am Donnerstag geladen hatte. Der Schweizer Nutzfahrzeugverband Astag hatte gefordert, den wechselseitigen Einbahnverkehr für Lastwagen zum 1. Mai 2002, nach Abschluss der sicherheitsrelevanten Arbeiten im Tunnel, aufzuheben. Leuenberger, der in seiner Haltung von den unmittelbar betroffenen Kantonen unterstützt wird, war lediglich zu zwei Zugeständnissen bereit: So soll der Gotthard noch vor Pfingsten für Schweizer Lkw ohne Anhänger geöffnet werden. Außerdem soll der Tunneltransit-Taktfahrplan von drei auf zwei Stunden verkürzt werden. Die Astag hat diese Maßnahme als "reine Kosmetik" bezeichnet. Der Verband empfiehlt seinen Mitgliedern, die durch die enormen Wartezeiten entstehenden Kosten an die Auftraggeber weiterzugeben. Die Transportunternehmen sollten deshalb zum 1. Mai 2002 im Inlandverkehr vom und ins Tessin einen Zuschlag von 15 Prozent und im betroffenen internationalen Verkehr auf Komplettladungen einen Pauschalaufschlag von 150 Franken erheben. (vr/eka)
Schweiz hält am Dosierungssystem fest
Transporteure wollen entstehende Kosten an Auftraggeber weitergeben