Der Termin für die angekündigte Fusion der Güterbereiche der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der italienischen FS ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die beiden Unternehmen haben das bei der EU eingereichte Gesuch für das Joint Venture formell zurückgezogen und suchen nach anderen Wegen der Kooperation, wie SBB-Sprecher Christian Kräuchi bekanntgab. Grund für den Schritt sind die Ergebnisse eines unabhängigen Gutachtens. Danach sind beide Unternehmen noch nicht für die notwendigen Schritte zur Umsetzung des Joint Ventures bereit. Vor allem die unterschiedlichen Unternehmenskulturen seien der Grund für den momentanen Rückzug. "Statt einer direkten Fusion auf oberster Stufe überlegen sich die SBB nun eine Fusion der kleinen Schritte", sagte Kräuchi. Trotzdem wollen beide Bahnen am Ziel einer vollständigen Fusion festhalten, wie dies in dem am 2. Februar dieses Jahres unterzeichneten Vertrag vorgesehen ist. Das weitere Vorgehen soll spätestens Mitte Dezember zwischen SBB-Direktor Benedikt Weibel und FS-Chef Giancarlo Cimoli besprochen werden. (hrk)
Schweiz: Fusion SBB-FS vorerst zurückgestellt
Unternehmenskulturen beider Bahnen nicht im Schnellgang unter einen Hut zu bekommen