Der Tessiner Kantonsparlament ("Großer Rat") hat sich dafür ausgesprochen, die Einführung von doppelspurigem Einbahnverkehr im Gotthard-Straßentunnel im Falle von Stau zu prüfen. Dies hatte der Lega-Vertreter Flavio Maspoli in einer Eingabe verlangt. Nach seiner Ansicht kann dadurch relativ schnell auf eine Verkehrsüberlastung reagiert werden. Der Gegenverkehr soll in einem solchen Fall über den Pass geleitet werden. Der Vorschlag hat jedoch nach Meinung von Verkehrsexperten zwei Schwachpunkte: Einerseits kann diese Maßnahme nur dann angewendet werden, wenn der Pass geöffnet ist (Mai/Juni bis November). Andererseits ist es schlicht unmöglich, auch den Schwerverkehr über den Pass zu führen, da die Strasse dazu völlig ungeeignet ist. An diesem Problem wird auf nationaler Ebene bereits gearbeitet. Der Bundesrat hatte vor allem Bedenken zur Sicherheit der Maßnahme geäußert. (vr/hrk)
Schweiz: Einbahnverkehr am Gotthard im Gespräch
Vorschlag zur Stauvermeidung trifft beim Bundesrat auf Sicherheitsbedenken