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Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal könnten teurer werden

Ausbau und Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals seien lange verschleppt worden, sagte die Bundestagsabgeordnete Hagedorn
© Foto: Martin Elsen/euroluftbild.de/dpa/picture-alliance

Die Kosten für die Kleinen Kieler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals dürften deutlich höher ausfallen als geplant, die Gründe dafür sind vielfältig.


Datum:
24.06.2022
Autor:
Thomas Burgert/dpa
Lesezeit:
4 min
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Der Neubau der derzeit stillgelegten Kleinen Kieler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals könnte noch einmal teurer als geplant. Die voraussichtlichen Gesamtausgaben könnten sich gegenüber dem Entwurf von 2016 von ursprünglich 240 Millionen Euro auf voraussichtlich 650 Millionen Euro erhöhen, teilte die schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) am Donnerstag, 23. Juni, mit.

Gründe dafür seien die allgemeinen Baupreissteigerungen und der langfristig zu erwartende Anstieg des Meeresspiegels. In der bisher letzten Schätzung war der damalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) noch von einer Kostensteigerung auf 315 Millionen Euro ausgegangen.

Ausbau und Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals seien seit 2009 konsequent verschleppt worden, kritisierte Hagedorn. Das beträfe nicht nur die Kleinen Kieler Schleusen, sondern auch den Ausbau der Oststrecke, den Neubau der Levensauer Hochbrücke oder das Trockeninstandsetzungsdock samt Schleusentor-Liegeplätzen in Brunsbüttel. Dadurch seien die Baukosten explodiert und müssten jetzt im Haushalt 2023 realistisch abgebildet und damit massiv erhöht werden, sagte sie. Zuvor hatte der „SHZ“ darüber berichtet. (tb/dpa)

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