Schleswig-Holstein hält weiter am Projekt einer festen Querung über den Fehmarnbelt fest. Das bekräftigte Verkehrsminister Bernd Rohwer gegenüber der "Verkehrs-Rundschau" am Rande einer Veranstaltung des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UV) in der Hansestadt. Er erinnerte daran, dass die Kieler Landesregierung "ein positives Votum" zu diesem Großvorhaben gegeben habe. Die letzte Entscheidung liege jedoch bei der Bundesregierung und der dänischen Regierung. "Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Querung kommen muss", sagte Rohwer. Das Projekt solle im Wesentlichen über Privatkapital finanziert werden. Für Anfang Dezember sei in Berlin ein Spitzentreffen vorgesehen, an dem neben Rohwer auch Bundesverkehrsminister Bodewig und der dänische Fachminister teilnehmen. Dort solle auch entschieden werden, ob ein so genanntes "Interessenbekundungsverfahren" eingeleitet werden soll. Damit würden Konsortien aufgefordert, ihr konkretes Interesse an der Realisierung des Vorhabens anzumelden. Darin eingeschlossen sind technische Lösungen und Vorschläge zur Finanzierung. Rohwer sagte auch, dass ihn die unter den Erwartungen liegende Nutzung der erst vor wenigen Monaten in Betrieb genommenen Öresund-Brücke nicht entmutige. Die Fehmarnbelt-Querung könnte nach seiner Schätzung um 2010- 2012 fertig sein. (eha)
Schleswig-Holstein: Kiel will weiter feste Fehmarnbelt-Querung
Verkehrsminister Rohwer strebt private Finanzierung des Projekts an