Bern. Die Schiene verliert im Transit durch die Schweizer Alpen weiter an Marktanteile. Während der Straßentransport aufgrund der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 um 6,7 Prozent zurückgegangen ist, musste die Bahn einen Rückgang von 17,7 Prozent verkraften. Der Anteil der Schiene am Modal-Split im Schweizer Alpentransit ist dadurch von 64 auf 61 Prozent gesunken. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Schweizer Behörde für Umwelt, Verkehr Energie und Kommunikation (UVEK) hervor. Das starke Minus im Güterbahnverkehr ist insbesondere auf den deutlichen Rückgang im Wagenladungsverkehr zurückzuführen (Minus 27,4 Prozent). Der unbegleitete kombinierte Verkehr ging hingegen nur um 14,1 Prozent zurück. Die Rollende Landstraße verlor mit minus 0,8 Prozent im vergangenen Jahr nur geringfügig. „Die Schiene hat massiv und in katastrophalem Ausmaß Marktanteile an die Straße verloren. Der Bahnanteil ist von einst 66 Prozent in Kürze auf 61 Prozent gesunken“, kommentiert der Schweizer Nutzfahrzeugverband Astag die aktuellen Zahlen. Die Schweizer Verlagerungspolitik sei gescheitert. Mit stets nur einschränkenden Zwangsmaßnahmen gegen den Straßentransport könne man die Verlagerung nicht erzwingen. Neue Einschränkungen, wie die geplante Alpentransitböse würden dazu führen, dass die schweizerische Verkehrspolitik endgültig in einem totalen Fiasko enden wird, so der Transporteurs- und Spediteursverband in einer Pressemitteilung. (ak)
Schiene Verlierer beim Alpentransit
Die Schiene verliert im Transit durch die Schweizer Alpen weiter an Marktanteile. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Schweizer Behörde UVEK hervor