Rostock. Anhaltend hohe Treibstoffkosten auf der einen und ein konjunkturbedingtes rückläufiges Transportaufkommen auf der anderen Seite zwingen die Reederei-Gruppe Scandlines zum Handeln. Das Unternehmen, das in der Ostsee neun Linienverkehre nach Schweden, Dänemark, den baltischen Staaten und Finnland unterhält, nimmt eine Kurskorrektur vor. Ab Oktober dünnt das Unternehmen sein Fahrplangebot zwischen Rostock und dem lettischen Ventspils (ehemals Windau) von derzeit sechs auf dann fünf wöchentlich Abfahrten ein. Auch auf der Kurzstrecke Rostock und dem dänischen Gedser erfolgt ein Eingriff in den Fahrplan. Neun Abfahrten werden es fortan sein statt bislang zwölf. Dafür wird die Fähre „Rostock“ aus dem Dienst genommen. Die Fahrplanstreichungen, die das Unternehmen schon im August diesen Jahres vorsichtig angedeutet hatte, sollen zunächst bis April 2009 bestehen bleiben. Sollte die Marktnachfrage allerdings wieder kurzfristig anziehen, dann könne sich die Reederei auch dazu entschließen, ihre Kapazitätsentscheidungen wieder rückgängig zu machen. (eha)
Scandlines dünnt Fahrpläne aus
Schlechte Auslastung und hohe Treibstoffkosten zwingen Fährreederei zum Handeln